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In einem Zeitalter wo eine Krise die nächste jagt, wird es zunehmend schwieriger, die eigene Karriere längerfristig zu planen. Woran können sich Traumjobsuchende noch orientieren, wenn sich Vieles von heute auf morgen ändert.Die Covid 19 Pandemie ist noch nicht zu Ende und das nächste geopolitische Ereignis mit Krisenpotenzial hält uns bereits in Atem. Wenn man zurückblickt, dann ist das schon die vierte Krise in 15 Jahren (2008/2013/2019/2022), die weltweit massive Auswirkungen haben wird.

Addiert man dazu noch laufende Entwicklungen wie die Digitalisierung oder die aktuelle Klimakrise, so kann ohne weiteres behauptet werden, dass wir tatsächlich in einem Zeitalter radikaler Veränderungen leben. Als Traumjobsuchender in den 1990iger- und auch noch in den beginnenden 2000er-Jahren konnte jeder in einem noch relativ überschaubarem Umfeld seine Karriereentscheidungen treffen.

Damit ist es jetzt, so wie es derzeit aussieht, wohl endgültig vorbei und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Stellt sich also die berechtigte Frage, woran kann sich eine Karriereplanung denn dann orientieren?

Krisensichere Jobs und Branchen

Handwerk hat goldenen Boden - Ärzte, Apotheker, Lehrer oder Bestatter wird es immer geben. So oder so ähnlich lauteten die unterschiedlichen gesellschaftlichen Glaubenssätze mit denen manche von uns aufgewachsen sind und die höchstwahrscheinlich auch zum Teil an die nächste Generation weitergegeben wurden. Nur mit Sicherheit lässt sich das heute einfach nicht mehr sagen. Zu schnell schreiten die technologischen Entwicklungen voran. Jobprofile ändern sich schlagartig und viele Jobs sterben aus.

Lernen wird der Mensch wohl immer, aber ob es den Beruf des Lehrers in zwanzig Jahren tatsächlich noch gibt, kann nicht mit derselben Bestimmtheit gesagt werden wie noch vor zwanzig Jahren. Gesundheit ist ebenfalls ein Megatrend, aber ob es Ärzte in dieser Form in vierzig Jahren noch geben wird, ist ebenfalls mittlerweile ungewiss.

Ebenso disruptiv ist die Entwicklung in verschiedenen Branchen. Am Anfang unseres Jahrtausends saß die Finanzbranche noch fest im Sattel und Banker galt als relativ sicherer Job. Nur selten las man in den Medien bis dahin über Bankenpleiten.

Das hat sich mit der Finanzkrise geändert. Und mit Entwicklung der Blockchain-Technologie wäre es denkbar, dass die gesamte Branche in dieser Form vom Erdboden verschwindet. Für eine langfristige berufliche Orientierung werden derartige Anhaltspunkte also unbrauchbar.

Werte sind beständig

Qualifikationen sind vergänglich - Werthaltungen hingegen beständig. Das ist eine Ansicht, die in unserem Zeitalter immer mehr an Bedeutung gewinnt. Nachfolgende Generationen leben das vor. Mit der Nutzung neuer Technologien bringen sie sich spielerisch permanent neue Fähigkeiten bei.

Worum es dabei geht sind nicht so sehr die unzähligen erlernten Fähigkeiten, sondern die dahinter liegende Werthaltung lebenslang zu lernen. Und diese kann in vielen unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden.

Viele New/Outplacement-Kandidatinnen und -Kandidaten stellen sich naturgemäß die Frage, welche Fähigkeiten heute und in Zukunft für eine erfolgreiche Karriere die größte Rolle spielen werden. Das lässt sich allerdings nicht seriös beantworten, sondern kann getrost als Kaffeesudlesen abgetan werden.

Viel wichtiger ist die Beantwortung der Frage nach den eigenen Haltungen. Und das Bewusstsein, dass sich die Bedeutung der Werte in unterschiedlichen Lebensphasen verändert. Oder das Wertekonflikte im Laufe des Lebens immer wieder neu ausverhandelt werden.

Zum Beispiel gewinnt der Wert Sicherheit bei werdenden Eltern oft an Gewicht zulasten des Wertes Freiheit. Nachdem die Kinder aus dem Haus sind kann sich dies allerdings wieder verändern. All das hat wiederum Auswirkungen auf die jeweils parallel laufenden Karriereentscheidungen.

Denn die gilt es sicherlich häufiger zu treffen als in der Vergangenheit, weil die heilige Dreifaltigkeit Ausbildung – Lebensjob – Pension wird es so in Zukunft ganz sicher nicht mehr geben. Das Austarieren der eigenen Werte wird immer öfter notwendig werden.

Dem voraus geht aber erst einmal die Bestimmung der eigenen Werte, wohlgemerkt im Karrierekontext. Denn nicht alle Werte, die im Job wichtig sind, haben dieselbe Wertigkeit im Privaten und umgekehrt. Um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen, empfehle ich meinen New/Outplacement-Kandidatinnen und -Kandidaten diverse Persönlichkeitstests, Selbstbeobachtung und Feedback von anderen einzuholen.

Werthaltung zeigen sich in tagtäglichem Tun

Die Werte eines Menschen zeigen sich ausschließlich in seinen Handlungen. Eine stichwortartige Aufzählung der Werte, also als quasi Liste ist nur wenig hilfreich. Die Frage „Was ist Ihnen im Job wichtig“ führt bei vielen unterschiedlichen Menschen großteils zu sehr ähnlichen Ergebnissen.

Jedoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir diese Werte in derselben Art und Weise zum Ausdruck bringen. Deshalb gibt ist es mehr Klarheit, wenn die eigenen Verhaltensweisen beobachtet werden, um dann im Anschluss daran den dahinterstehenden Wert zu benennen. Das gehört einfach zusammen, um ein aussagekräftiges Bild zu erhalten.

Dazu empfehle ich meinen New/Outplacement-Kandidatinnen und -Kandidaten ein sehr einfaches Experiment und das funktioniert folgendermaßen:

  1.  Beobachten Sie eine tagtägliche Verhaltensweise in Ihrem Job. Also etwas was sie typischerweise so oder so erledigen.
  2. Dann stellen Sie sich die Frage: Warum machen Sie das genauso?  
  3. Wiederholen Sie die Warum-Frage nach jeder Antwort, die Sie sich auf die vorhergehende gegeben haben und nach drei bis fünf Wiederholungen sind sie in der Regel beim dahinterstehenden Wert angelangt.

Und je mehr es gelingt die eigenen Werte zu bestimmen sowie die Art und Weise wie sie diese leben wollen, desto leichter fällt die Orientierung unabhängig von Branche und Fähigkeiten. Dadurch gelingt das Aufspüren des eigenen Traumjobs umso besser.

Gutes Gelingen

Michael Hanschitz

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Outplacementberatung - New Placement - Karrierecoaching
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12Rezensionen
Profilbild von Anita Obermann
vor einem Jahr
TOP! Sehr empfehlenswert! Mit dem tiefen Wunsch nach beruflicher Veränderung und Neuorientierung wurde ich sehr professionell mit vielen Inputs, Tipps uvm. auf meinem Weg begleitet. Das Coaching verändert nicht nur die berufliche Laufbahn positiv. Sehr sympathisch, empathisch und lösungsorientiert! DANKE!
Anita Obermann
Profilbild von Robert K.
vor 2 Jahren
Zwar beruflich gut versorgt, keimt im letzten Drittel meiner Karriere der Wunsch nach grundlegender Veränderung. Michael hat die nötigen Impulse gegeben und seine Erfahrung an den richtigen Stellen einfließen lassen. Danke!
Robert K.
Profilbild von Werner Schwingshandl
vor 2 Jahren
Im Grunde wusste ich nichts über Outplacement. Auch nicht über solcherlei Beratungen oder Coachings. Schon beim ersten Treffen wurde ich äußerst positiv überrascht. Michael hat, so würde ich sagen, ein klares Auftreten, weiß was er zu tun hat, und wo er einen hinbringen muss, damit man wieder sein Glück findet. So auch bei mir. Klare Linie, gewusst und bewusst wie. So hatte ich nach kurzer Zeit alle Werkzeuge in der Hand um mich erfolgreich zu bewerben. Schon die erste Bewerbung war ein Erfolg. In meinem Alter und meinen Erfahrung nicht gerade leicht. Vielen Dank lieber Michael für Dein Coaching und Dein begleiten auf meinem Wege, auch wen wir ihn nur kurze Zeit gingen, aber das spricht für Deine Professionalität.
Werner Schwingshandl
Profilbild von markus l
vor 2 Jahren
Mit viel Einfühlungsvermögen und Professionalität hat mich Hr. Hanschitz sehr gut auf Interviews vorbereitet und meinem Lebenslauf und meinem Motivationsschreiben den letzten Feinschliff gegeben. Und wenn ich nach einer Absage etwas demotiviert bzw. verzweifwelt war hat er mich seelisch wieder aufgebaut. Vielen Dank! M.L. Head of Finance AE Schréder Österreich
markus l
Profilbild von Nikolaus Herzog
vor 2 Jahren
Für mich waren die Gespräche mit Michael Hanschitz jedes Mal eine sehr große persönliche Bereicherung: Wir sprachen über Ängste genauso wie über die Arbeit, die es gilt anzupacken, um in der Neuorientierung voranzukommen. Dabei hatte ich den Eindruck, dass er mich sehr gut einschätzte und genau wusste, was für mich als nächstes am sinnvollsten wäre. Seine Einladungen zur Reflexionsarbeit mit speziellen tools halfen dabei gut weiter. Mit Hartnäckigkeit gelang es ihm auch, wenn ich versuchte auszuweichen, mich dorthin zurückzuholen, worauf es ankam. Ich wusste nichts über die Größe und Wichtigkeit des verdeckten Arbeitsmarktes oder zeitgemäße Motivationsschreiben… Insgesamt eine sehr professionelle Begleitung, die mich an mein Ziel brachte - sehr zu empfehlen ! (N.Herzog, Controlling Leiter)
Nikolaus Herzog