Auf dem Weg zum Traumjob sind viele kleine, aber auch große und schwierige Entscheidungen zu treffen.

Eine dieser schwierigen Entscheidungen ist die oft gestellte Frage, ob man einen bestehenden Job kündigen soll oder nicht? Gleich mal vorweg – nur die Wenigsten kündigen von sich aus und das obwohl jede/r Vierte mit seiner jetzigen Karrieresituation vollkommen unzufrieden ist. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, angefangen von den vielen unterschiedlichen Ängsten, Existenzangst ist zumeist nur eine davon, bis hin zu der Tatsache, dass wir Menschen nun mal Gewohnheitstiere sind, reicht hier die Bandbreite der Argumente, die uns in der bestehenden Situation verharren lassen.

Ein weiterer gewichtiger Punkt ist, dass wir Menschen in der Regel der Beziehung zu anderen Menschen den Vorzug gegenüber unserem eigenen Glück geben. Also im konkreten Fall der Verbindung zu unseren Arbeitskollegen. Wie können wir diesem Dillemma also entkommen.

Wie kann ich eine schwierige Entscheidung treffen?

Das Wesen eines Dilemmas ist grundsätzlich, dass wir uns zwischen zwei unterschiedlichen Positionen nicht entscheiden können, weil beide Möglichkeiten für uns nicht attraktiv genug sind, um eine davon zu auszuwählen. Das kann auch bedeuten, dass die Auswahl einer Alternative für uns einen zu großen Schritt darstellen würde. Die gute alte Plus/Minus-Liste hilft in diesem Fall auch nur bedingt weiter, da damit tendenziell eher rationale Punkte abhandelt werden und emotionale Aspekte außen vor bleiben. Hilfreicher ist es in dieser Situation sich Heinz von Foersters ethischem Imperativ zu bedienen, der da lautet: "Handle stets so, dass mehr Wahlmöglichkeiten entstehen." Ich persönlich würde ihn ja abändern in: "Frage stets so, dass sich mehr Möglichkeiten ergeben."

Heinz von Foerster war ein führender Vordenker des Konstruktivismus, der im Wesentlichen besagt, dass sich jeder Mensch seine Wirklichkeit selbst konstruiert. Demzufolge ist jedes Dilemma also ebenfalls selbst kreiert. Im New/Outplacement und Karrierecoaching verwende ich mit meinen Kunden an dieser Stelle sehr gerne das Tetralemma-Schema. Und das funktioniert so:

Mehr Möglichkeiten hinzufügen: Das gelingt sehr gut mit der so genannten Beides-Position. Das Ziel ist es, leichter annehmbare Wahlmöglichkeiten zu generieren. Das kann beispielsweise eine Stundenreduktion im bestehenden Job sein, um mit der dafür gewonnenen Zeit eine Selbstständigkeit aufzubauen. Oder sich ein Sabbatical zu nehmen, um sich voll und ganz seiner neuen Aufgabe zu widmen. Die neu entstehenden Möglichkeiten sind, gerade in der Frage kündigen oder nicht, mannigfaltig. Wichtig ist beim Ausprobieren des Schemas, dass Sie die Positionen am Boden mit Kärtchen verankern und mit Ihrem ganzen Körper hineinsteigen, damit Sie die Reaktionen darauf gut wahrnehmen können. Dann ist auch gewährleistet, dass nicht nur rationale Aspekte in die Entscheidung miteinfließen, sondern auch emotionale.

Den Kontext der Entscheidung auflösen: Manchmal lohnt sich auch der Blick auf die Frage von außen. Dazu fügen Sie Ihrem Dilemma die Position "Keines von beiden" mit der Frage: "Angenommen es ginge weder um das Eine, noch um das Andere, sondern um keines von beiden?". Eine mögliche Erkenntnis daraus ist für Karrierecoaching-Kunden, dass es für Sie um eine ganz andere Frage geht. Beispielsweise: "Wie gelingt es mir, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen oder was brauche ich, um die Work-Life Balance in meinem Job zu verbessern?" Oder Sie erfahren mehr darüber, warum das Dilemma für Sie entstanden ist. In Summe sorgt diese Position auch für zusätzliche mehr Klarheit in Ihrer Frage.

Haben Sie sich dazu entschlossen Ihren bisherigen Job zu kündigen, dann beginnt die Reise jetzt. Viele New/Outplacement Kunden berichten, dass Sie sich danach erleichtert fühlten und dass Ihnen ein großer Ballast von den Schultern genommen wurde. Natürlich habe Sie Ihre Ängste mit dem Treffen der Entscheidung nicht für alle Zeiten verabschiedet. Je nach Typ melden sich diese bei Ihnen in nächster Zeit mit unterschiedlicher Häufigkeit und Intensität. Ein Patentrezept im Umgang mit Ihrer jetzigen Situation gibt es nicht – schließlich ist es für die meisten von uns eine Ausnahmesituation und diese überfordern uns in der Regel. Im ersten Schritt gilt es das auch anzuerkennen, um dann im nächsten Schritt Zug um Zug Ihre Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen.

Krise überwinden

Sobald Sie nämlich das Gefühl bekommen, Sie können Ihre jetzige Situation aus eigener Kraft verändern, wird aus der Krisensituation ganz schnell eine Situation, die Sie nicht mehr als bedrohlich empfinden. Mit meinen New/Outplacement-Kunden arbeite deshalb anfangs sehr viel an Ihren eigenen Kompetenzen und Ressourcen. Denn es ist entscheidend, dass Sie verinnerlichen, dass Sie auch ohne Job ein Mensch sind, dem davon ausreichend zur Verfügung stehen.

Parallel dazu hilft es ebenfalls sich eine neue Tagesstruktur zurechtzulegen. Der Fokus liegt dabei selbstredend auf der Suche nach Ihrem Traumjob. Das ist deshalb so wichtig, weil die meisten ja sehr oft jahrelang in eine fixe Struktur eingebettet waren und andererseits, weil Sie sich anhand von täglichen und wöchentlichen Aufgaben, die Sie erledigen, Ihre Belohnungen festlegen können. Lob und Anerkennung sind gerade jetzt sehr wichtig für Sie – das gibt die notwendige Kraft auf dem Weg zum Traumjob.

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Basierend auf 8 Bewertungen

Outplacementberatung e.U. - New Placement - Karrierecoaching
5.0
8Rezensionen
Profilbild von Robert K.
vor 10 Monaten
Zwar beruflich gut versorgt, keimt im letzten Drittel meiner Karriere der Wunsch nach grundlegender Veränderung. Michael hat die nötigen Impulse gegeben und seine Erfahrung an den richtigen Stellen einfließen lassen. Danke!
Robert K.
Profilbild von Werner Schwingshandl
vor 11 Monaten
Im Grunde wusste ich nichts über Outplacement. Auch nicht über solcherlei Beratungen oder Coachings. Schon beim ersten Treffen wurde ich äußerst positiv überrascht. Michael hat, so würde ich sagen, ein klares Auftreten, weiß was er zu tun hat, und wo er einen hinbringen muss, damit man wieder sein Glück findet. So auch bei mir. Klare Linie, gewusst und bewusst wie. So hatte ich nach kurzer Zeit alle Werkzeuge in der Hand um mich erfolgreich zu bewerben. Schon die erste Bewerbung war ein Erfolg. In meinem Alter und meinen Erfahrung nicht gerade leicht. Vielen Dank lieber Michael für Dein Coaching und Dein begleiten auf meinem Wege, auch wen wir ihn nur kurze Zeit gingen, aber das spricht für Deine Professionalität.
Werner Schwingshandl
Profilbild von markus l
vor 11 Monaten
Mit viel Einfühlungsvermögen und Professionalität hat mich Hr. Hanschitz sehr gut auf Interviews vorbereitet und meinem Lebenslauf und meinem Motivationsschreiben den letzten Feinschliff gegeben. Und wenn ich nach einer Absage etwas demotiviert bzw. verzweifwelt war hat er mich seelisch wieder aufgebaut. Vielen Dank! M.L. Head of Finance AE Schréder Österreich
markus l
Profilbild von Nikolaus Herzog
vor einem Jahr
Für mich waren die Gespräche mit Michael Hanschitz jedes Mal eine sehr große persönliche Bereicherung: Wir sprachen über Ängste genauso wie über die Arbeit, die es gilt anzupacken, um in der Neuorientierung voranzukommen. Dabei hatte ich den Eindruck, dass er mich sehr gut einschätzte und genau wusste, was für mich als nächstes am sinnvollsten wäre. Seine Einladungen zur Reflexionsarbeit mit speziellen tools halfen dabei gut weiter. Mit Hartnäckigkeit gelang es ihm auch, wenn ich versuchte auszuweichen, mich dorthin zurückzuholen, worauf es ankam. Ich wusste nichts über die Größe und Wichtigkeit des verdeckten Arbeitsmarktes oder zeitgemäße Motivationsschreiben… Insgesamt eine sehr professionelle Begleitung, die mich an mein Ziel brachte - sehr zu empfehlen ! (N.Herzog, Controlling Leiter)
Nikolaus Herzog
Profilbild von Wolfgang Hollauf
vor 3 Jahren
Also mich hat mein Jobverlust wirklich sehr überraschend getroffen und ich wusste garnichts über Outplacement und war dementsprechend skeptisch. Die Beratung hat mich dann erstmal super aufgefangen. Das Profiling gleich am Anfang hat mir gleich mal wieder Auftrieb gegeben und ich bin sehr rasch wieder aktiv geworden. Vor allem hätte ich ohne Beratung instinktiv ganz anders auf meine Situation reagiert, da waren die Profis einfach super für mich. Die Beratungszeit hat mir persönlich auch noch viel mehr als nur Wissen um Interview/Bewerbungen etc. gebracht – es war rückblickend eine persönliche Weiterentwicklung für mich, das war ein zusätzlicher Mehrwert!!! Alle waren sehr professionell und fachlich super. Danke. Wolfgang Hollauf (CFO)
Wolfgang Hollauf