Warum kleine Feen beim Jobinterview ganz schön hilfreich sein können.

Das Jobinterview bzw. Hearing ist ja quasi die letzte Hürde zum Traumjob. Mittlerweile werden Sie per Telefon, via Skype oder wenn klassisch eben noch persönlich geführt. Über jede einzelne mehr oder weniger knifflige Frage wurde bereits eine ganze Abhandlung verfasst und natürlich ist es hilfreich sich darauf auch vorzubereiten. Aber was hilft uns im Gespräch dann wirklich weiter.

Warum steigt die Anspannung vor dem Jobinterview?

Egal ob für einen Top-Manager oder für einen angehenden Lehrling. Ein Jobinterview oder im Falle des Managers ein Hearing ist immer eine besondere Situation, die bei vielen Menschen für mehr oder weniger Anspannung sorgt. Die Gründe dafür sind wirklich mannigfaltig und von Person zu Person sehr unterschiedlich.

Die Bandbreite reicht vom klassischen Lampenfieber bis hin zum Trauma aus Volksschule, wo man beim Vortrag des ersten Referats von seinen KlassenkameradInnen ausgelacht wurde. Die Ängste werden auch dadurch genährt, dass immer jemand jemanden kennt, der jemanden kennt, der tatsächlich schon einmal einem Stressinterview ausgesetzt war.

Das Stressinterview ist die unangenehmste Variante des Jobinterviews, bei der zumeist zwei InterviewerInnen, God Cop und Bad Cop versuchen die Bewerberin unter Druck zu setzen. Diese Interviewform mag es tatsächlich in der Vergangenheit gegeben haben, allerdings war das wohl mehr in den 90er-Jahren des letzten Jahrtausends, und da auch nur in ausgesuchten Unternehmen. Der aktuelle Trend geht heute mehr in die Richtung schon im Bewerbungsprozess eine positive BewerberInnen-Experience zu schaffen, weshalb derartige Fehlentwicklungen wohl eher der Vergangenheit angehören.

Natürlich gibt es heute im Jobinterview noch immer knifflige Fragen, meine aktuelle Lieblingsfrage ist: „Was würden Ihre Eltern gerne an Ihnen ändern?", die zur Legendenbildung rund ums Jobinterview beitragen. Da helfen dann auch Relativierungsversuche à la das Unternehmen bewirbt sich ja bei Ihnen und ist ja seinerseits an guten MitarbeiterInnen interessiert der BewerberIn oft nur wenig weiter. Die Ankündigung des nächsten Jobinterviews führt bei vielen meiner New/Outplacement KundInnen dazu, dass der Puls nach oben schnellt und Soforthilfe gefragt ist.

Wie können Sie sich auf das im Jobinterview gut vorbereiten?

Meinen New/Outplacement KundInnen gebe ich immer den Tipp sich die eine oder andere knifflige Frage im Vorfeld einzustudieren. Vor allem die Einstiegsfrage sollte gut sitzen. Die ist außerdem beinahe immer dieselbe, nämlich: „Erzählen Sie mir doch bitte mal ein bisschen über sich?“ Das darauf folgende ein bis dreiminütige Statement sollten Sie wie im Schlaf beherrschen und je nach Situation beliebig anpassen können.

Das gibt vielen schon mal eine erste Sicherheit sorgt so für einen gelungenen Gesprächseinstieg. Das kann dann vorab noch in einer Labor-Gesprächssituation durchgeübt werden, auf Wunsch mit einer Videoaufzeichnung. Natürlich können wir im Vorfeld niemals genau wissen, welche Fragen uns von der HR-ManagerIn im Interview tatsächlich gestellt werden, jedoch ist es wichtig auf jede Frage eine gute Antwort zu geben zu können.

Das geht allerdings nur dann, wenn Sie sich in einem ressourcenvollen Zustand befinden, wenn Sie beim Interview für Ihren Traumjob sitzen. Nur so können Sie jede noch so schwierige Frage in der Interviewsituation dann gekonnt parieren. Mit meinen New/Outplacement KundInnen mache deshalb gerne eine Aufstellung zur Interviewsituation.

Dazu benötigen im ersten Schritt die Namen und die Position der beteiligten Personen. Diese werden dann im Raum positioniert, entweder in Form von Kärtchen oder auch mit Sesseln. Auf diese Art erhalten wir ein erstes Bild, so wird die Gesprächskonstellation in diesem Fall bezeichnet, vom bevorstehenden Interview. In dieses Bild stellen sich dann meine New/Outplacement-Kundinnen hinein und wir bekommen eine erste Stimmungslage vom Gespräch.

In der Regel beschreiben meine KundInnen in der Outplacementberatung, dass Sie sich unsicher fühlen, dass die Situation für Sie unangenehm ist oder Ängste auftauchen. Das Ziel ist es ja beim Gespräch fest im Sattel zu sitzen und eigenverantwortlich und frei agieren zu können. Dazu braucht es einerseits vollen Zugriff auf die eigenen Kompetenzen und andererseits die richtigen Helfer. Beides wird im zweiten Schritt dem bereits aufgestellten Bild hinzugefügt, ebenfalls wieder in Form von Kärtchen. Das wird so lange gemacht bis Sie sich hundertprozentig gut fühlen.

Als Helfer fungieren sehr oft gute Freunde, die beispielsweise besonders eloquent sind, aber auch Fabelwesen wie zum Beispiel kleine Feen werden genannt und mit ins Bild gestellt. Hier sind der Phantasie keinerlei Grenzen gesetzt und es sind alle HelferInnen erlaubt, die mehr Sicherheit geben.

Da kann es unter Umständen manchmal ganz schön eng werden im Raum. Wenn das Bild dann vollständig ist und Sie sich gut fühlen gilt es abschließend die Augen zu schließen und diesen Zustand bewusst zu verinnerlichen. Das ist wichtig, wie Sie diesen Zustand dann vor dem eigentlichen Jobinterview wieder abrufen können. Und bitte nicht vergessen die Tür beim Eintreten ein Stück länger geöffnet zu halten, damit auch alle HelferInnen eintreten und im Raum Platz nehmen könnenJ.

Gutes Gelingen!

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