40 + Karriere nach der Karriere

„Fragen über Fragen“

Ist die Trennung von einem Unternehmen erstmals vollzogen und auch einigermaßen verdaut, entsteht für viele Menschen ein Raum in Hinblick auf ihre zukünftige Karriereentwicklung, der sich alsbald mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Fragen füllt. Beispielsweise, ob man tatsächlich im bisherigen Hamsterrad weitermachen möchte oder doch nochmal was Neues ausprobieren soll. Damit verknüpft sind häufig Fragen zur Selbstkompetenz sowie Fragen inwieweit man nicht schon zu „alt“ für einen möglichen Neustart sei und last but not least geht es natürlich auch um Fragen betreffend die eigene zukünftige Existenzsicherung. Und anstatt adäquate Antworten steigert sich sehr oft nur der Grad der Verwirrung und Verunsicherung und es fehlt an der nötigen Klarheit, um gute Karriereentscheidungen zu treffen und wirkungsvolle erste Schritte zu setzen.

Warum ist das so?

Naturgemäß haben wir, während wir unsere täglichen Aufgaben im Job erfüllen, ganz einfach nicht die Zeit dazu, uns ausführlich derartigen Fragestellungen zu widmen. Manche unserer KundInnen im New Placement haben zum Zeitpunkt der Trennung oft schon eine erfolgreiche Karriere als Manager hinter sich und lassen diese Fragestellung aufgrund dessen auch zu. Bei anderen wiederum ist zwischen ihrem Karrierebeginn, nach dem Studium oder der Matura, und dem Hier und Jetzt einiges an Zeit verstrichen oder die Eltern hatten einen sehr starken Einfluss auf die Berufswahl. Seit dem haben sich natürlich auch die eigenen Werte stark verändert. Einerseits durch die gewonnene Lebenserfahrung und andererseits natürlich auch durch besondere Lebensereignisse wie zum Beispiel die Geburt des eigenen Kindes. Das und vieles mehr triggert diese aufkommenden Fragen.

Was kann ich tun?

Die gute Nachricht ist, dass Verwirrung und Verunsicherung in dieser Situation völlig normale Begleiterscheinungen sind. Das gehört ein Stück weit dazu. Das gilt es im ersten Schritt mal anzuerkennen. Verwirrung ist nun mal der Vorbote der Veränderung. Wenn das gelingt, hilft das dabei die eigene Lage auch besser als Chance zu begreifen. Nicht umsonst war laut Statistik der WKO im Jahr 2016 die größte Gruppe der UnternehmensgründerInnen (27,4%) zwischen 40 und 50 Jahre alt. Sie sind also nicht alleine und der Austausch mit anderen kann ebenfalls erleichternd wirken.

Als nächstes gilt es dann Ordnung ins Chaos zu bringen. Dazu verwenden wir im Karrierecoaching die sogenannte Zwölffeldermatrix. Das ist vereinfacht gesagt ein Schema mit zwölf Feldern in Kombination mit einer Zeitachse. Die Matrix eignet sich hervorragend dazu Klarheit zu schaffen und eine Außensicht auf seine aktuelle Situation zu bekommen.

Als weiteren wichtigen Schritt in dieser Situation empfehlen wir unseren KundInnen in der Karriereberatung sich selbst eine neue Struktur zu geben und sich Wochenziele zu setzen. Das unterstützt dabei die eigene Verunsicherung zu senken und die Selbstkompetenz zu steigern. Der Punkt ist einfach der: Auch Karriereveränderung braucht Struktur. Sind diese ersten Schritte mal eingeleitet, dann steht weiteren guten Karriereentscheidungen und Schritten schon fast nichts mehr im Wege.

Gutes Gelingen!

Michael Hanschitz

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